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Gemeinde Marbach

Gemeinde Marbach realisiert zwei Projekte mit Pro Riet

 

Mehr Ökologie in Marbacher Siedlungsraum

Die Politische Gemeinde Marbach möchte mehr Natur in den Siedlungsraum bringen. Letztes Jahr bestückte das Bauamt Rebstein-Marbach Pflanzentöpfe mit einheimischen Wildpflanzen, die Aussenanlage der Mehrzweckhalle Amtacker wurde mit einem Insektenpark und diversen Hochstammbäumen aufgewertet und beim Reservoir Kallesser wurde eine heimische Eiche gepflanzt. Nun folgen auf Grundstücken der Politischen Gemeinde zwei Projekte mit dem Verein Pro Riet Rheintal.

Naturnahe Umgebung für das Ortsmuseum

Rund um das Ortsmuseum Oberes Bad schafft Pro Riet eine naturnahe Umgebung mit verschiedenen Elementen. Zum Sortiment gehören Streifen mit Blumenwiesen und Ruderal-flora, ein Wildstaudenbeet und eine Hochstaudenflur. Stauden sind dabei etwa keine Sträucher, sondern ausdauernde Krautpflanzen wie etwa Dost, Malve, Baldrian oder Mäde-süss. Die heutigen Ziersträucher werden durch einheimische Wildsträucher ersetzt, was Vögeln und Insekten gefällt. Ausgewählte Fassaden werden begrünt und einige Kiesflächen erhalten bunte Blütentupfer mit Thymian und Wegwarte. Eine Trockenmauer und ein Ast-haufen bringen Unterschlupf für verschiedene Kleintiere.

Bei der Planung wirkten Vertreter der Museumskommission und der Vogelwarte Sempach mit. Die neue Pflanzenvielfalt mit Blüten und Strukturen bietet Lebensraum für die heimische Vielfalt und fördert zum Beispiel Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Im Sinne eines Schaugartens soll die naturnahe Umgebung auch Anregungen geben, was jede und jeder mit einem Privatgarten zur Erhaltung der Biodiversität beitragen kann.

Aufwertung einer Grünzone Erholung

Das zweite Projekt betrifft den bis 30 Meter breiten Grünstreifen auf der Dorfseite der Bahn-hofstrasse. Dieser soll ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden. Die bisherige Baumreihe aus asiatischen Paulownien enthält kranke Bäume und ist durch natürliche Abgänge bereits ausgedünnt. Die restlichen Exoten werden nun entfernt und durch einheimische Bäume ersetzt. Es handelt sich um fünf verschiedene Baumarten, welche künftig den Fussweg säumen. Der Fussweg selber erhält eine leicht geschwungene Linienführung.

Das Wiesland wird mit einer Blumenwiesensaat aufgewertet und erhält eine Auflockerung durch mehrere Gebüsche und Asthaufen. Davon profitieren zum Beispiel Brutvögel und Igel. Rund um die bestehende Versickerungsmulde entsteht eine kiesige Ruderalfläche mit hohen Krautpflanzen. Zwei Steinlinsen runden das Lebensraumangebot ab und bilden Platz für weitere Tiere wie etwa Blindschleichen.

Gemeinsame Projekte

Der Verein Pro Riet Rheintal hat in beiden Projekten die Federführung übernommen und sorgt für die Finanzierung, welche durch das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei unter-stützt wird. Die Gemeinde Marbach stellt das Land zur Verfügung, übernimmt einen Kosten-anteil und hat die Erhaltung der neuen Lebensraumelemente vertraglich zugesichert. Die Umsetzung beginnt in den nächsten Wochen.

 

Die Umgebung des Ortsmuseums mit seiner markanten Kegelbahn erhält naturnahe Lebensraumelemente (Bild: Pro Riet).


Oberes Bad
 

Datum der Neuigkeit 24. Jan. 2020